7. September 2012

Mit dem Dienst in der Antwerpener Gemeinde schließt sich für mich ein Kreis

Im Juli 2012 habe ich den Dienst in der Antwerpener Gemeinde angetreten. Damit  schließt sich für mich ein  Kreis: Ganz am Anfang meiner Dienstzeit war ich Vikar in der deutschen Gemeinde in Glasgow. Damals habe ich meine Frau Elizabeth kennen  gelernt, die in  Edinburgh Lehrerin war. Gebürtig ist sie aus Belfast.

Zwischen Glasgow und Antwerpen stehen drei Stationen. In Stade an der Elbe war ich 15 Jahre lang Pastor einer Gemeinde am Stadtrand. Hier wuchsen unsere zwei Söhne auf, die inzwischen längst erwachsen sind. Einer der beiden hat uns gerade zu Großeltern gemacht.

6 Jahre war ich dann Superintendent des Kirchenkreises Einbeck in der Nähe von Göttingen. Das war nicht weit entfernt von meiner Heimat im Landkreis Hameln (Weserbergland).

Im Jahr 2000 folgte der Wechsel nach Ostfriesland. Hier habe ich seitdem den Kirchenkreis Emden als Superintendent geleitet. Das hat viel Freude gemacht. Ich konnte Projekte wie die „Lange Nacht der Kirchen“ anschieben und die ökumenische Zusammenarbeit voranbringen. Zuletzt war es aber immer mehr Verwaltungsarbeit. Der Kirchenkreis Emden wird aufgelöst, weil die Landeskirche nur noch größere Einheiten möchte.  Das galt es vorzubereiten.

Nach dem vorzeitigen Weggang des vorigen Pastorenehepaars ist es jetzt meine Aufgabe, für den Übergang zu sorgen: Im Sommer 2013 möchte die Gemeinde wieder einen Pastor oder eine Pastorin für sechs Jahre bekommen. Für mich steht dann der Ruhestand an. Aber ich  freue ich mich,  noch einmal als Gemeindepastor  arbeiten zu können.  Vieles ist ganz anders. Darin steckt eine Herausforderung. Aber warum soll ich  mit 64 Jahren nicht dazu lernen?! „Pflüget ein Neues,“ sagt die Bibel.